Deutscher Familienverband - Willkommen

Der Deutsche Familienverband (DFV) setzt sich für Kinder und ihre Eltern ein. Der DFV ist ein wichtiger Partner in der Familienpolitik.
  1. Ein Jahr GroKo-Familienpolitik: DFV-Präsidium vermisst den großen Schritt

    Das Präsidium des Deutschen Familienverbandes zieht Bilanz der gesetzlichen Maßnahmen in der Familienpolitik

    (Berlin). Zu den zentralen familienpolitischen Neuerungen der Großen Koalition gehört das „Gute-Kita-Gesetz“. Das Präsidium des Deutschen Familienverbandes (DFV) begrüßt die Initiative von Bundesfamilienministerin Giffey, insgesamt 5,5 Milliarden Euro in die Verbesserung der institutionellen Kinderbetreuung zu investieren.   

    „Bei der Qualitätsverbesserung in Kindertagesstätten besteht großer Handlungsbedarf“, so Verbandspräsident Klaus Zeh. „Der bundesweite Betreuungsbedarf von unter dreijährigen Kindern liegt bei 46 %. Tatsächlich wird aber nur eine Betreuungsquote von 33 % erreicht. Die Bundesregierung hat richtig erkannt, dass hier Prioritäten gesetzt werden müssen.“ Der DFV mahnt aber gleichzeitig an, dass das Gesetz keine bundesweit verbindlichen Vorgaben zu Qualitätsstandards macht. Familien müssen weiterhin damit leben, dass es zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede in der Betreuungsqualität von Kindern gibt. Hier besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf.    

  2. Die größte Wahlhürde haben immer noch Kinder

    Laut Verfassung gilt der Grundsatz der Allgemeinheit und Gleichheit der Wahl. Das hat die Politik erkannt und eine Reform des Wahlrechts angestoßen. Ab Juli sollen auch Menschen mit Behinderung, die bisher ausgeschlossen waren, an den Wahlen zum Bundestag teilnehmen. Vom Wahlrecht bleiben aber weiterhin Kinder und Jugendliche ausgeschlossen. Aus Sicht des Deutschen Familienverbandes ist das ein gewaltiges Versäumnis

    (Berlin). 13 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Deutschland. Bei Wahlen zum Bundestag haben ihre Stimmen jedoch kein Gewicht. „Minderjährige werden beim Wahlrecht ungleich behandelt und zu Bürgern zweiter Klasse degradiert“, sagt Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes (DFV). Angesichts des Demokratiedefizits, das durch den Ausschluss von Kindern und Jugendlichen bei Wahlen entsteht, engagiert sich der DFV für ein wirklich allgemeines Wahlrecht.

  3. Grunderwerbsteuer: Wie Bundesländer das Wohnen für Familien teuer machen

    von Sebastian Heimann, Bundesgeschäftsführer 

    Bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten längst zu einer „begehrenswerten Ware“ geworden. Völlig überteuerte und unrealistische Mietpreise oder gar Bestechung von Maklern und Vermietern gehören inzwischen zur bitteren Realität von Wohnungssuchenden. Familien haben es hier oft besonders schwer. Sie konkurrieren mit Singles und Paaren, die keine finanzielle Verantwortung für Kinder tragen oder haben Nachsehen bei Vermietern, die sich keinen „Kinderlärm“ im Treppenhaus wünschen.

    Familien brauchen familiengerechten Wohnraum – und sie brauchen bezahlbaren Wohnraum. Da liegt es angesichts kaum bezahlbarer Mieten nahe, sich den Traum der eigenen vier Wände zu erfüllen. Das eigene Haus bedeutet Altersvorsorge, gelebte Freiheit und Wohnen nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zugleich. 

  4. Überall gut leben: Gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen

    Ein Gastbeitrag von Petra Uertz, Bundesgeschäftsführerin des Verbandes Wohneigentum

    Die Bundespolitik hat die Aufgabe wiederentdeckt, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, und im Sommer 2018 hierzu eine Kommission berufen. Es geht nicht nur um Ausgleich von ost- und westdeutschen Verhältnissen. Aktuell soll den ländlichen Räumen insgesamt mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

    Nach jahrelanger Konzentration auf „die Stadt“, vor allem auf die Entwicklung des Wohnungsmarkts in boomenden Großstädten, stellt man fest: von 83 Millionen Menschen leben 55 Millionen immer noch auf dem Land. Auf dem Land oder in ländlichen Räumen heißt, sowohl in Dörfern als auch Klein- und Mittelstädten.

  5. Kinderrechte: Es ist nicht alles toll, was glänzt

    Deutscher Familienverband kritisiert den deutschen Staatenbericht zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes

    (Berlin). Kinder sind vom ersten Tag an Träger von Grundrechten. Zusammen mit ihren Eltern werden sie unter besonderen Schutz des Grundgesetzes gestellt (Art. 6 GG). Der Deutsche Familienverband (DFV) mahnt an, dass Rechte von Kindern auf Bundesebene weiterhin unzureichend geschützt sind.

    „Kinderrecht ist Wahlrecht“, sagt Siegfried Stresing, Vizepräsident des Deutschen Familienverbandes. „Im Staatenbericht wird sehr deutlich, dass für die Bundesregierung Partizipationsrechte von Kindern und Jugendlichen weiterhin keine Rolle spielen. Kinder werden zu Staatsbürgern zweiter Klasse degradiert, weil ihnen das Wahlrecht vorenthalten wird. Das einzige, was ihnen zugetraut wird, ist an fiktiven Wahlen teilzunehmen, die keine politische Relevanz haben.“