Seit 2014 ist der 25-Jährige für den DFV im Einsatz. Während seines Studiums der Erziehungswissenschaften begleitete er unsere Teilnehmer bereits in 6 Freizeiten.


Seit meiner Schulzeit wollte ich später immer Lehrer werden. Auf der einen Seite, weil mich die sozialen Entwicklungsschritte des Menschen, soziale Ungerechtigkeit und Pädagogik und Didaktik schon immer interessiert haben. Auf der anderen Seite fand ich die romantisierte Vorstellung eines Pubertierenden faszinierend, zur Ferienzeit ebenfalls frei zu haben, was sich in Retrospektive natürlich als Trugschluss herausstellte. Lange Rede - kurzer Sinn. Ich begann in Jena Lehramt zu studieren und war alsbald von der Didaktisierung und Konzipierung des Studienplans überaus frustriert und wechselte nach einem Jahr in die Erziehungswissenschaft.

Das Themenfeld der Kinder- und Jugendfreizeit ist mir, seitdem ich denken kann, ans Herz gewachsen, da ich seit meinem 6. Lebensjahr jährlich ins Ferienlager gefahren bin und dort einige meiner schönsten Erinnerung herrühren. In Zeiten der immer stärkeren Digitalisierung begeistern sich jedoch nur noch wenig Kinder und Jugendliche für eine interaktive Freizeit abseits des im Fokus stehenden Handys. Da stets ein Mangel an Personal in der Ferienfreizeit besteht und ich befürchtete, dass dieser prägnante Teil meiner Kindheit ins Abseits gedrängt wird entschied ich mich dazu beizutragen, dass auch andere Kinder ein Recht auf diese Erfahrungen haben und bewarb mich als Betreuer.
                                        -Stephan-