Deutscher Familienverband - Willkommen

Der Deutsche Familienverband (DFV) setzt sich für Kinder und ihre Eltern ein. Der DFV ist ein wichtiger Partner in der Familienpolitik.
  1. Wer Kinderarmut sät, wird Altersarmut ernten

    von Dr. Jürgen Borchert, Rechtsanwalt und Landessozialrichter a.D.

    »Ein Sozialstaat, der Erwartungen weckt, die er nicht erfüllen kann, provoziert massenhafte Enttäuschung und delegitimiert das gesamte politi­sche System. Genau das geschieht bei der Gesetzlichen Rentenversicherung, denn trotz steigender Beiträge sinken die Renten auf breiter Front unter das Sozialhilfeniveau. «

    Die Gesetzliche Rentenversicherung ließ bei ihrem Start vor 60 Jahren, am 23. Februar 1957, ein Sterntalermärchen wahr werden: Ohne dass sie jemals einen Beitrag in das neue System der Produktivitätsrente gezahlt hatten, erhielten die hungerleidenden Rentner der Nachkriegszeit buchstäblich über Nacht lohnersetzende und lebensstandardsichernde Renten. Das Rentenniveau sprang um 60 Prozent in die Höhe und legte damit zugleich die Latte für den Erwartungshorizont fortan sehr hoch.

  2.  

    Wir trauern um unseren langjährigen

    Mitarbeiter, Mitkämpfer und Freund

     

    Thomas Socha

     

    Thomas Socha hat den Deutschen Familienverband in Sachsen aufgebaut und in vielfacher Hinsicht geprägt.
    Am 4. Mai 1990 hat er zu den Gründungsmitgliedern des DFV-Landesverbands Sachsen gehört und vorher und in der Folgezeit zur Gründung von Orts- und Kreisverbänden im Freistaat beigetragen.

  3. Kinderarmut lässt sich verhindern – mit der Umsetzung von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts

    (Berlin/Gütersloh). Die Studie „Armutsmuster in Kindheit und Jugend“, die das Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat, zeigt, dass Kinderarmut weiterhin ein ungelöstes Problem in Deutschland ist.

    Die Studienergebnisse führen auf, dass sich zwei Drittel der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage befinden. Bei Mehrkindfamilien ist die Lage besonders kritisch. Nur 16,5 % der Eltern mit drei und mehr Kindern leben überhaupt in dauerhaft gesicherten Verhältnissen. Die IAB stellt fest, dass weder der wirtschaftliche Aufschwung und die damit verbundene sinkende Arbeitslosigkeit noch zurückliegende Reformen in der Familienpolitik an der hohen Armutsquote von Kindern etwas ändern konnten.  

    „Kinderarmut ist gleichzeitig immer Familienarmut. Abermals zeigt eine Studie, wie dringend es ist, die politischen Weichen endlich auf den richtigen familienpolitischen Kurs zu stellen“, sagt Siegfried Stresing, Vizepräsident des Deutschen Familienverbandes. „Dass ein Land wie Deutschland seit vielen Jahren ein erhebliches Problem mit Kinderarmut hat, ist in erster Linie einer familienblinden Sozialversicherung geschuldet, die Familien millionenfach in die Armut treibt. Bis heute findet die Politik nicht den Mut, diesbezügliche Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts konsequent umzusetzen, um Familienarmut zu verhindern.“

    Bereits 2001 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass es mit dem Gleichheitssatz des Grundgesetzes nicht zu vereinbaren ist, dass diejenigen, die Kinder erziehen und betreuen mit demselben Geldbeitrag in der Sozialversicherung belastet werden, wie diejenigen, die keine aktive Verantwortung für Kinder tragen.

  4. Fachtag: Beitragsgerechtigkeit für Familien in den Sozialversicherungen

    „Unsere umlagefinanzierten Sozialsysteme haben einen grundlegenden Konstruktionsfehler: Ohne Kinder gibt es in Zukunft keine Beitragszahler, die z.B. die Renten und die steigenden Ausgaben im Gesundheitssystem der heute Erwachsenen finanzieren. Eltern erbringen dadurch, dass sie Zeit, Energie und Geld in ihre Kinder investieren, neben der Beitragszahlung die entscheidende Leistung für die Zukunftsfähigkeit dieser Systeme. Diese Leistung wird jedoch nur unzureichend anerkannt.“

    Termin: Mittwoch, 08. November 2017; 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
    Ort: FX Center, Studio Babelsberg AG, August-Bebel-Straße 26-53, 14482 Potsdam

    Veranstalter: Landesarbeitsgemeinschaft der Familienorganisationen Brandenburg (LAGF)

  5. Bremen: Familienpolitik mit Defiziten

    Familien sind die größte Wählergruppe, doch ihre Interessen spielten im Kampf um Wählerstimmen in den Medien und in der Politik leider kaum eine Rolle, obwohl sie die Bundestagswahlen zahlenmäßig entschieden haben. Der Deutsche Familienverband (DFV) hat auch im Bundesland Bremen seine Wahlprüfsteine veröffentlicht. Dabei haben wir die Parteiprogramme einem "Familien-TÜV" unterzogen. Jede zukünftige Bundesregierung muss sich daran messen lassen, ob und wie sie die Interessen der Familien nicht nur im Wahlkampf angekündigt hat, sondern auch real umsetzt.